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GrundyUFA beschleunigt die Produktion Ihrer Daily Dramas und bringt sie auf ein neues Qualitätsniveau mit FilmLight's On-Set Preview System

GrundyUFA, Europas größter Produzent für originale Fernsehformate, ist immer auf der Suche nach neuen Wegen, um Produktionskosten zu senken und zeitgleich die Qualität zu erhöhen. Oft stehen diese Ziele in Konflikt miteinander, doch durch die gemeinsame Entwicklung der Kompetenz für On-Set Colour-Management Technologien von GrundyUFA und FilmLight innerhalb der letzten fünf Jahre ist das neue On-Set Preview-System FLIP entwickelt worden, mit dem Ziel, Film- und Fernsehproduktionen dabei zu unterstützen, Zeit und Geld am Set und in der Postproduktion einzusparen und dabei zeitgleich ein qualitativ höherwertiges Produkt ausliefern zu können.

GrundyUFA nutzt FLIP für die Produktion zweier Daily Dramas, 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' und 'Verbotene Liebe', zwei der beliebtesten Formate ihrer Art in Deutschland ('Gute Zeiten, schlechte Zeiten' erreicht täglich mehr als 4 Millionen Zuschauer). Beide Produktionen werden fünf Tage pro Woche gesendet, was natürlich eine große Herausforderung für den Produktionszeitraum bedeutet.

GrundyUFA produziert neben den insgesamt vier Daily Dramas (inklusive 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' und 'Verbotene Liebe') an den Produktionsstandorten Köln und Berlin zusätzlich eine Vielzahl weiterer Film- und Fernsehformate und hat daher einen einzigartigen, 'industriellen' Ansatz entwickelt, um den hohen Anforderungen in der Produktion und der Postproduktion gerecht zu werden. Dieser beinhaltet, dass Prozesse kontinuierlich angepasst und verbessert werden, und dass kostengünstige Lösungen für bestehende Engpässe im Workflow gefunden werden.

Ein Problem, welches seit jeher die Produktion gebremst hatte, war die Notwendigkeit, bei jedem Wechsel in ein neues Set das Licht neu setzen und die Kameraeinstellungen anpassen zu müssen, um einen kontinuierlichen Look beizubehalten. 'Verbotene Liebe' enthält zum Beispiel mehr als 50 verschiedene Sets. Dies betraf auch die Postproduktion im Prozess der Lookgestaltung, da die Herstellung der Looks am Set ungenau war und die Coloristen viel Zeit und Mühe investieren mussten, um die inkonsistenten Shots anzupassen, sowohl innerhalb einer Szene als auch bei den übergängen von Set zu Set, so dass nur wenig Zeit für mehr kreatives Fine-Tuning blieb.

FLIP wurde von FilmLight speziell dafür entwickelt, den Produktionsprozess am Set effizienter und zeitgleich kreativer zu gestalten und diese Vorteile bis zum Finishing weiterzuführen. Der Prozess beginnt beim Coloristen, der eine Auswahl von 'Looks' am Baselight erstellt, welche als BLG Files (Baselight Grade Files) im Open EXR Format in den FLIP geladen werden und alle Grading Metadaten für jeden einzelnen Look enthalten. Am Set kann dann am FLIP der gewünschte Look ausgewählt und auf das HD-SDI live Signal der Kamera angewendet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit den Baselight Grading Tools im FLIP die einzelnen Grading Parameter nach zu justieren.

So entsteht der große Vorteil, dass jede Szene bereits am Set mit dem finale Look nach der Farbkorrektur zu sehen ist. Der lichtsetzende Kameramann ist mit Hilfe des FLIPs in der Lage, sehr schnell einzuschätzen, ob Licht- und Kameraeinstellungen korrekt sind, was kostspielige Verzögerungen minimiert und die Zeit zum Einleuchten von Set zu Set minimiert. Zusätzlich ist das Videomaterial, das in die Postproduktion geliefert wird, ausgeglichener und näher am finalen Look, was wiederum den Coloristen mehr Freiheit ermöglicht, sich kreativen Bereicherungen und weiteren ästhetischen Elementen zu widmen.

Der neue Workflow wurde von Oskar Kammerer, Look Supervisor und Senior Colorist, der die Looks für die unterschiedlichen Sets am Baselight erstellt, und Jens Tuckiendorf, DoP Supervisor und Visual Consultant, mit großem Erfolg sowohl bei 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' als auch bei 'Verbotene Liebe' eingeführt.

"In der Vergangenheit war es eine große Herausforderung, einen konsistenten Look zu generieren, von Woche zu Woche mussten wir mit einer großen Bandbreite von unterschiedlichem Raw-Material arbeiten" sagt Kammerer. "Es hat viel Zeit am Set und in der Postproduktion gekostet, jeder DoP, der in der Produktion arbeitet, bringt eigene Ideen bezüglich der Lichtsetzung ein, und dabei kam es oft zu Konflikten mit dem Ziel, einen bestimmten Look für unser Produkt zu gestalten.

FLIP ermöglicht uns, eine Bibliothek von Looks für jedes einzelne Daily Drama vorzubereiten und jeden einzelnen dieser Looks auf das live Signal anzuwenden, jeden einzelnen Grading Parameter – wenn erforderlich – zu justieren, und sicherzustellen, dass die Lichtsetzung und die Kameraeinstellungen perfekt passen. Der gesetzte Look wird anschließend mit dem relevanten Shot geloggt und dem Coloristen via Metadaten – wiederum im gleichen Open EXR Format – übergeben. Es ist dann ein Kinderspiel, diese BLG Look Files in die Baselight Timeline zu laden, in welcher die Gradings automatisch mit dem RAW Kameramaterial verknüpft werden. Mit Referenz-Looks zu beginnen, die so nah wie möglich am finalen Look liegen, sparen wir enorm viel Zeit ein und erhalten gleichzeitig eine höhere Qualität der Produktion."

Ästhetisch gesehen gibt es große Unterschiede zwischen den zwei Shows, die unser Team produziert. 'Verbotene Liebe' nimmt die Zuschauer mit in die Welt der Familien der Reichen und Mittelklasse und stellt ihre geheimen Wünsche, verborgenen Fantasien und großen Intrigen dar, so dass jeden Tag neue interessante und turbulente Geschichten entstehen. Gedreht wird mit Arri Alexa Kameras in der Art eines Prime-Time Dramas, durch den 35mm Chip entsteht ein filmischer Look, zusätzlich arbeiten wir mit großen Linsen, und die Show hat einen glamourösen, glossy Look" sagt Oskar Kammerer.

'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' im Gegensatz dazu besitzt einen eher realistischen, dokumentarischen Look. "Hier nutzen wir Panasonic Studio Kameras und der Look ist eher entsättigt. Das Set sind die Straßen von Berlin und ihre mitreißende, faszinierende Umgebung und der Look unterstreicht ein reelles, modernes und schnelllebiges Leben." sagt Kammerer.

FLIP ermöglicht beide Varianten, sowohl den glamourösen, filmischen Look von 'Verbotene Liebe', als auch den realistischen Look von 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' zu erstellen. "Es gibt unendlich viele Möglichkeiten" sagt Oskar Kammerer und fügt hinzu: "FLIP erschafft eine Brücke zwischen Produktion und Postproduktion, die früher eher eigenständig gearbeitet haben. Unsere Coloristen kommunizieren mit den Kamera-Crews über Look und Lichtgestaltung und FLIP stellt die Basis für diese Gespräche dar. So werden wir Woche für Woche besser und kommen immer näher an den finalen Look heran."

Kammerer bemerkt außerdem, dass FLIP nicht nur für Licht und Kamera Einstellungen wichtig ist, sondern auch für die Beurteilung von Maske, Kostüm und Set Ausstattung. "Früher mussten wir oft Kompromisse eingehen, wir mussten sichergehen, dass diese Dinge 'safe' für die Shootings waren. Mit FLIP können wir heute unsere ästhetische Auswahl vergrößern, denn wir sehen Make-Up und Kostüme im Set mit Look und wissen, dass wir diese verwenden können."

Über GrundyUFA

Als unabhängige Tochterfirma der UFA produziert GrundyUFA mehr als 45.000 Minuten fiktionale Serien pro Jahr. Durch Nutzung eines perfekt koordinierten, modularen Vorgehens ist GrundyUFA der Marktführer in der deutschen Serienproduktion. 1992 entwickelte GrundyUFA 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten', die erste und bis heute erfolgreichste tägliche Fernsehserie in Deutschland. 'Unter Uns' und 'Verbotene Liebe' folgten 1994/1995 und 'Alles, was zählt' 2006.

GrundyUFA's Abteilung DigitalDrama erweitert die Serien durch Nutzung von Transmedia Storytelling und Originalinhalten in das Internet. Neben Aktivitäten in sozialen Netzwerken und TV-begleitendem Online Material auf Webseiten wie GZSZ.de entwickelt und produziert DigitalDrama auch Online Serien, wie 'Clarissas Tagebuch' (2010, DasErste.de), 'Unter vier Augen' (2011, RTL.de) und 'Des Jägers Herz' (2012, RTL.de). Für ihre Online Serie 'Pietshow' wurde sie zweifach für den Internationalen Digital Emmy Award nominiert.

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